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Ist polyphasischer Schlaf eigentlich gesund?

Wie heilig ist die Nachtruhe wirklich? Immer wieder versuchen Menschen, aus dem durchgehenden Schlafbedürfnis von sieben bis neun Stunden am Stück auszubrechen, um ihre Produktivität zu erhöhen. Eine der bekanntesten Techniken ist der sogenannte polyphasische Schlaf, auch als „Intervallschlafen“ bekannt. Cristiano Ronaldo schwört auf diese Technik, Extrem-Radfahrer ziehen sie für mehrtägige Tag-Nacht-Rennen heran, ja sogar historische Figuren wie Winston Churchill oder Napoleon Bonaparte sollen darauf gesetzt haben. Doch was steckt dahinter? Und wie gesund ist polyphasischer Schlaf tatsächlich?

Schlafen in Intervallen minimiert die Nachtruhe

„Polyphasisch“ bedeutet schlicht und ergreifend, dass etwas in mehreren Phasen absolviert wird. Im Falle des Intervallschlafs gibt es in der Regel zumindest drei Einheiten, welche – über den Tag verteilt – die Gesamtschlafzeit reduzieren sollen. Dadurch ist man der Theorie nach länger wach und hat mehr Zeit für wichtige Dinge, sei es Sport oder Arbeit. Rund um eine längere Kernphase werden kürzere Einheiten gereiht. Das können 20minütige Power-Naps oder ein 90minütiger Mittagsschlaf, ja sogar überhaupt nur mehrere eineinhalbstündige Schlafphasen sein. Extremmuster setzen ausschließlich auf Powernaps und versuchen die Gesamtschlafzeit auf zwei Stunden zu drücken; eine alles andere als empfehlenswerte Idee.

Polyphasische Risiken

Das Konzept des polyphasischen Schlafs setzt also auf verschiedene Intervalle, die jedoch zu fixen Zeiten erfolgen müssen, d. h. es gibt – über den Tag verteilt – mehrere fixe Ruhezeiten. Schlafexperten betrachten diese Technik allerdings kritisch:

  • Die exakte Einhaltung von Schlafenszeiten muss selbst während Arbeits- und Familienzeiten erfolgen. Darunter können die Deadline-Produktivität sowie das Sozialleben leiden.
  • Gelingt es nicht, „auf Befehl“ bzw. bei vorgeplantem Bedarf einzuschlafen, kehrt der gegenteilige Effekt ein; die Produktivität verringert sich deutlich, womöglich sogar längerfristig.
  • Je nach Intervallmuster wird es schwierig, entsprechende Schlafhormone zu produzieren und die Regenerationsphase einzuleiten.
  • Fehlende längere, anhaltende Kernschlafphasen können sich negativ auf die Gesundheit und die gesamte Körperbiologie auswirken. Depressionen, Angststörungen, Darm-, Stoffwechsel- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen können häufiger auftreten.
  • Auch das äußere Erscheinungsbild kann sich durch einen gestörten Schlafrhythmus ändern, beispielsweise in Form von gehemmter Wundheilung oder fahlem Hautton.

Wer sich nicht gerade als Leistungssportler in Extremsituationen befindet, sollte der eigenen Gesundheit zuliebe auf Intervallschlafen verzichten und stattdessen auf geregelten monophasischen Schlaf (d. h. an einem Stück) setzen. Die passende Matratze für alle Formen der Nachtruhe finden Sie bei Thermo-Soft. Ihr Schlafberater hilft auf Anfrage gerne weiter.

Copyright Foto: pixabay.com/Niels Zee

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